Wie wirken sich neue digitale Trends auf unser Selbst und auf unser Miteinander aus? Welche Folgen haben sie für das Individuum und die Gesellschaft? Fragen, mit denen sich im vergangenen Jahr 16 Masterstudenten der HdM im Rahmen des Kurses „Empirische Forschung zur digitalen Gesellschaft“ auseinander gesetzt haben. Ihre sozialwissenschaftlichen Fallstudien haben sie nun als E-Book veröffentlicht: „Das digitale Ich. Zwischen Gemeinschaft und Abgrenzung“.

Die Flat-Sharing-Plattform Airbnb, die digitale Vernetzung der polnischen Diaspora, das Datenschutzdilemma im Alltag – die fortschreitende und raumgreifende Digitalisierung umfasst und verändert immer mehr Lebensbereiche innerhalb unserer Gesellschaft. Doch welchen Einfluss hat das auf uns und unser Tun?

Unter dem Oberthema „Das digitale Ich“ haben es sich im Wintersemester 2015/16 im Rahmen des Kurses „Empirische Forschung zur digitalen Gesellschaft“ 16 Masterstudenten der HdM zur Aufgabe gemacht, mit Methoden der empirischen Sozialforschung verschiedene digitale Trends zu erfassen und zu analysieren. Entstanden sind dabei insgesamt drei sozialwissenschaftliche Fallstudien:
„Vertrauen in der Sharing Economy“ beschäftigt sich mit der Identifizierung und Prüfung von Vertrauensfaktoren in einem Vertrauensmodell für die Flat-Sharing-Plattform Airbnb, „Digitale Diaspora“ behandelt die digitale Vernetzung am Beispiel polnischstämmiger Migranten und „Ethik der Privatheit“ thematisiert den widersprüchlichen Umgang mit Datenschutz, so unter anderem das allgemein bekannte „Privacy Paradox“.

Für Kursleiter Prof. Dr. Oliver Zöllner ist es so wichtig, Phänomene der Digitalisierung zu erforschen, da diese Prozesse besonders schnell voranschreiten. Oftmals habe man kaum Zeit zum Reflektieren der vielen technischen Neuerungen und gesellschaftlichen Veränderungen: „Insofern muss diesen Dingen mit sachlicher, wissenschaftlicher Methodik auf den Grund gegangen werden. Die Hochschule ermöglicht uns das – eine tolle Erfahrung für alle Beteiligten“, so Prof. Zöllner.

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Das E-Book ‚Das digitale Ich. Zwischen Gemeinschaft und Abgrenzung‘ (2016) richtet sich an die interessierte Öffentlichkeit.

Nach Abschluss des Kurses im vergangenen Jahr entschieden sich die Studenten und ihr Kursleiter dazu, ihre Forschungsberichte, inklusive sämtlicher Interviewtranskripte und sonstiger empirische Materialien, zu veröffentlichen. Das Ergebnis ist ein mehr als 700 Seiten umfassendes E-Book geworden, das nun erschienen ist. Es steht kostenlos zur Verfügung und gibt interessante Einblicke in die wissenschaftlichen Forschungsprozesse sowie die Konzeption, Durchführung und Auswertung. Die Publikation richtet sich an die interessierte Öffentlichkeit und soll als Grundlage für weiterführende und aufbauende Forschungsprojekte dienen.

„Das digitale Ich. Zwischen Gemeinschaft und Abgrenzung“ kann hier kostenlos heruntergeladen werden.