Die Media Night ist wohl das Highlight zum Ende eines jeden Semesters an der HdM. Für Studierende ist dieser Abend die optimale Gelegenheit ihre Resultate monatelanger Zusammenarbeit einem breiten Publikum zu präsentieren.

Auch dieses Mal konnten Besucher wieder rund 100 außergewöhnliche, lustige, nützliche oder einfach originelle Projektergebnisse von HdM-Studierenden bestaunen und bei stimmungsvoller Musik und einem Gläschen Sekt gemeinsam das Semesterende feiern.

Ein Ausflug in die 1950er Jahre

Das American Diner nimmt die Gäste mit auf eine Zeitreise: in einer originell ausgestatten Bar inklusive roter Ledermöbel, Diner-Theke und Barhockern, serviert die Barfrau im Fifties-Look kühle Getränke. Danach geht es weiter, durch einen mit Schallplatten ausgehängten Gang in die „Jukebox“ – einem Raum, dessen Zentrum eine beleuchtete Riesen-Schallplatte bildet. Letztere erweist sich nach kurzem Staunen als interaktives Spielelement. Genial dabei: das eigentliche Spiel ist eingebettet in eine Geschichte. Nämlich die, des etwas unzufriedenen George, der nach einem geeigneten Lied zum Tanzen sucht und zum Betreiben der Jukebox die Hilfe der Mitspieler braucht. So ist jeder der Spieler für ein Viertel der runden Rauminstallation zuständig, die wiederrum in mehrere Felder unterteilt sind. Die Spieler können sich auf der gesamten Schallplatte frei bewegen und sobald die Musik beginnt, leuchten nacheinander einzelne Felder auf. Dann heißt es für die vier Personen ihr Geschick unter Beweis stellen und möglichst schnell auf die jeweils beleuchtete Stelle springen. Ist dabei einer der Spieler zu langsam oder tritt auf das falsche Feld, hängt die Musik und George kann nicht mit seinem verehrten Mädchen  tanzen. Je schneller der Takt, desto besser die Stimmung unter den Zuschauern, denn jetzt kommen die Aktiven so richtig in Wallung. Glücklicherweise haben alle Mitspieler ein gutes Reaktionsvermögen, sodass die Musik fast reibungslos abläuft und die Runde mit der Live-Showeinlage eines tanzenden Paares enden kann.

„Viel z schlebba du no haschd“

Ein weiteres Highlight sind die selbstgestalteten Produkte von Druck- und Medientechnik-Studierenden. Schwäbische „Schdar Woors“-Taschen, Postkarten und T-Shirts finden reißenden Absatz. Mit Sprüchen wie „Möge d’ Macht mit dr sei“ oder „Luke, i bens dei Vaddr“ sind diese etwas ganz Besonderes. Wer selbst mit anpacken möchte, kann sich die Jutebeutel an einem Druck-Sieb auch selbst bedrucken.

Eigenproduzierte Filme im HdM-Kino „Hardcut“ zu sehen

Die größten Menschenmassen sieht man aber immer um Viertel nach am Haupteingang des HdM-Gebäudes. Hier werden stündlich Tickets für die Vorführung der Studioproduktionen verteilt. Früh anstellen lohnt sich, denn nach nur kurzer Zeit sind alle Plätze im HdM-eigenen Kino „Hardcut“ vergeben. Vorführungen beginnen immer zur vollen Stunde und sind heiß begehrt. Wer jedoch keine Karten ergattert hat, kann sich die Produktionen im großen Audimax der HdM ansehen. Während der Vorführung von Dokumentationen, Reportagen, Animations- und Kurzfilmen, macht das Publikum staunende Gesichter. Spannende Themen, mitreißende Geschichten und extrem professionelle Produktionen überraschen manch einen Zuschauer. „Das haben alles Studierende gemacht?“ fragt man sich beispielsweise, wenn man den Kurzfilm „Fremde“ sieht. Ein Film, der die Geschichte zweier Schwestern erzählt, die eines Nachts ganz plötzlich und unvermittelt von der Polizei in ihrer Wohnung aufgesucht und abgeschoben werden.

 

Noch bevor man alle Apps, Filme, Games und Virtual Reality-Installationen eingehend ansehen und ausprobieren  kann, neigt sich ein extrem abwechslungsreicher und von Kreativität geprägter Abend seinem Ende zu. Wir freuen uns schon jetzt auf die nächste Media Night und sind gespannt, was sich die HdM-Studierenden bis dahin alles einfallen lassen!

[Das MediaNight-Motiv stammt von Marina Starke (Food vector designed by Freepik, www.freepik.com/free-photos-vectors/food).]