Es fing alles bei einem Wert von 15 US-Dollar im Jahre 2015 an. Zwei Jahre später waren es über 1000 Dollar und schon im August 2017 über 4000 Dollar (FAZ Stand 13.01.2017). Das klingt nach einer wahren Goldgrube für Investoren. Doch hierbei handelt es sich nicht um Aktien, sondern um die Kursentwicklung der Kryptowährung Bitcoin.

In den letzten Jahren scheint dieses Buzzword jedem schon untergekommen zu sein. Auch die Studierenden an der Hochschule der Medien beschäftigen sich mit diesem Thema in der Vorlesung Digital Media Technologies. Letzten Donnerstag erschien die passende Folge Zukunftsmusik im Radio bei HORADS 88,6. Moderatorin Sina Scheying hatte die Experten aus der Vorlesung Daniel Maternus und Sebastian Demuth zu Gast.

Doch die Euphorie über Bitcoin bekommt erste Dämpfer: Forscher befürchten ein Platzen der „Bitcoin-Blase“ und als Resultat ein Aus für die Währung. Allerdings steht eine Technologie, die mit Bitcoin oft in Verbindung gebracht wird, erst am Anfang ihrer Entwicklung: die Blockchain. Im Rahmen der digitalen Kryptowährung als webbasiertes, dezentralisiertes, öffentliches Buchungssystem aller Bitcoin-Transaktionen entwickelt, fungiert sie wie ein Kassenbuch. Allerdings kommt sie ohne zentrale Kontrollinstanz aus. Sender und Empfänger können direkt miteinander kommunizieren.  Ein weiterer Vorteil: die Blockchain ist auf mehreren tausend PCs abgespeichert, die jede Transaktion authentifizieren müssen, bevor sie angeheftet werden kann. Das macht das ganze System sehr fälschungssicher.

Die Vielseitigkeit der Blockchain führt zu immer neuen Einsatzmöglichkeiten. So können mit ihrer Hilfe sogenannte Smart Contracts abgewickelt werden. Zu Beginn legt man Konditionen fest, die für das Zustandekommen des Vertrages unabdingbar sind. Sind diese erfüllt, braucht es keinen Zwischenhändler, der das Ausführen des Vertrages anschiebt oder überwacht. Die Verhandlungsparteien stehen direkt miteinander in Verbindung. So können zum Beispiel im Internet of Things zwei Maschinen über Smart Contracts miteinander kommunizieren, ohne dass weitere Anweisungen durch Dritte benötigt werden. Dank solcher Verträge könnte man in Zukunft auch das Betanken von E-Autos sowie die anschließende Bezahlung via Tokens vereinfachen und so den Weg in eine umweltfreundlichere und zugleich vernetzte Zukunft ebnen.

Weitere Anwendungsgebiete der Blockchain finden sich beispielweise auch in der Musikindustrie. Wie schön wäre es, wenn überteuerte Konzertkarten auf dubiosen Seiten im Internet irgendwann Geschichte wären. Welche Rolle dabei die Blockchain spielt, erfahrt ihr in der Sendung, die ihr hier nachhören könnt.

Nächste Sendung

Am 18. Januar 2018 erwartet euch von 13 bis 14 Uhr eine vollgepackte Sendung Zukunftsmusik rund um die Themen E-Commerce, Voice Interface und Chatbots. Gleich in den Kalender eintragen und kommende Woche wieder HORADS 88,6 einschalten!

 

 

 

 

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