Die Karlsruher Dampfeisenbahn, Tonnen von Audio- und Video-Equipment, 17 HdM-Masterstudierende, ein klares Ziel: Rock on Rail am 14. Juni 2016 – live aus dem Karlsruher Schlossgarten! Wieder einmal stellen Studenten und Studentinnen der drei HdM-Medienmaster etwas Großes auf die Beine. Was als Studienprojekt begann, hat deutlich Fahrt aufgenommen und sich zu einem technisch anspruchsvollen TV-Event entwickelt. Im Gespräch erklärt Produktionsleiter Marc Weckenmann, wie die Idee zu Rock on Rail entstand, was genau geplant ist und welche Herausforderungen das Team momentan zu bewältigen hat.

Rock on Rail klingt nach einem sehr unterhaltsamen und gar nicht trockenen Studienprojekt – was genau habt ihr vor?

Rock on Rail ist ein einzigartiges multimediales Konzert in Zusammenarbeit mit der historischen Schlossgartenbahn in Karlsruhe. Statt auf einer Bühne werden bei Rock on Rail die Bands auf einem fahrenden, dampfenden Zug auftreten und dabei durch den sommerlichen Karlsruher Schlossgarten fahren. Nach dem Auftritt sprechen die Bands im Bahnhof mit einem Moderator über Herausforderungen, das ständige Unterwegssein oder aber auch ihren Werdegang als Musiker. Wir haben hier vor allem junge Künstler aus Baden-Württemberg im Fokus und konnten mit Van Holzen, Chris Balog und Schlaraffenlandung bereits sehr erfolgreiche Newcomer Bands gewinnen, die perfekt in unser Konzept passen.

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Das Herzstück des Projekts: Die Karlsruher Dampfeisenbahn.

Wie kommt man auf die Idee für solch eine „bewegte“ Studienarbeit?

Die Grundlage für das Event ist die Anforderung aus dem Ingenieursstudiengang Audiovisuelle Medien im Rahmen eines Studienprojekts eine Fragestellung im Bereich Video- und Tontechnik mit einer speziellen technischen Herausforderung zu entwickeln, anschließend als Projekt umzusetzen und die Ergebnisse zu dokumentieren. Etwas mit Musik zu machen, war für uns von vorneherein klar. Die technische Herausforderung liegt bei uns ganz klar darin, auf einem fahrenden Objekt eine Live Show zu realisieren und auf engstem Raum eine mobile Regie, sowie drahtlose Audio- und Tonübertragung zu ermöglichen.

Was bedeutet euch dabei die Karlsruher Schlossgartenbahn? Was macht hier den Reiz aus?

Alte Dampfloks sind für uns junge Menschen ein Symbol für eine bodenständige Zeit, in der ohne viel Elektronik Großes vorangebracht wurde. Viele Nachwuchsmusiker wollen ihren Fans eine ähnliche Bodenständigkeit und Authentizität bieten. Rock on Rail greift genau diese Parallele auf – die Gefühlswelten Zug und Musik sollen sozusagen zu einer Einheit verschmelzen. Eines unserer Teammitglieder hatte glücklicherweise bereits einen guten Kontakt zu den Betreibern der Bahn in Karlsruhe, die von vorneherein sehr begeistert von unserer Idee waren und es noch bis heute sind. Gerade beim Umbau des Wagons, der als Bühne dient, greifen sie uns tatkräftig unter die Arme.

Klingt spannend, aber auch nach viel Arbeit…

Ja es ist tatsächlich sehr viel Arbeit, aber auch ein richtiges Leidenschaftsprojekt. Wir sind mittlerweile 17 Masterstudierende, die mit vollem Eifer am Projekt arbeiten, neun aus dem Studiengang Audiovisuelle Medien, sowie acht weitere aus den Studiengängen Unternehmenskommunikation, Medienmanagement und Elektronische Medien. Außerdem werden wir noch von vier Professoren betreut, Prof. Michalski, Prof. Hartz, Prof. Grandinetti und Prof. Mayer. Von der Entwicklung der Idee im vergangenen Semester im Rahmen der Vorlesung Medienproduktion bis zur aktuellen Umsetzung sind mittlerweile so viele Gewerke bei diesem Projekt ins Spiel gekommen, da hat jeder im Team alle Hände voll zu tun.

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Viele Köche verderben nicht immer den Brei: mittlerweile hat Rock on Rail 17 Lockführer!

Seid ihr momentan dann noch auf Kurs und was ist aktuell eure größte Herausforderung?

Ja, wir sind noch im Zeitplan. Da bei diesem Studienprojekt so viele Faktoren zusammenspielen, die genau aufeinander abgestimmt sind, muss auch die Umsetzung zeitlich einwandfrei ineinandergreifen. Das ist neben der technischen Planung und Umsetzung sicherlich auch die größte Herausforderung: Die Koordination aller Teilprojekte und die Anpassung des Equipments, das mehrheitlich nicht von der HdM, sondern von externen Unternehmen geliehen wird. Die Schlossgartenstrecke ist bereits reserviert und präpariert, die Drehgenehmigung organisiert und die Bands gebucht – wir müssen und werden also im Zeitplan sein.

Zu guter Letzt das Wichtigste: Wo und wie kann man Rock on Rail miterleben?

Rock on Rail wird auf drei unterschiedlichen Kanälen übertragen: Einerseits wird das Event über das Hochschulradio Stuttgart verbreitet, als TV- sowie Audio-Livestream auf horads.de und gleichzeitig natürlich auch als Radiosendung auf HORADS 88,6 zu hören sein. Außerdem wird es eine Sondersendung auf dem Karlsruher Studentenradio Junger Kulturkanal geben. Sozusagen ein Live-Event von Studenten für Studenten!

Alle Infos und Projektfortschritte im Rahmen von Rock on Rail könnt ihr selbstverständlich bei Facebook mitverfolgen. Daumen hoch!