Die Hochschule der Medien vereint als Institution kreativen Schaffens per se eine besonders bunte Mischung an Studierenden, die nicht nur zum speziellen HdM-Feeling beitragen, sondern auf die man als Bildungsinstitution auch sicherlich stolz sein kann. Diese Vielfalt zu fördern ist Ziel der Queer Media Days, die in diesem Jahr erstmalig stattfinden und von der Verfassten Studierendenschaft veranstaltet werden. Ziel der Veranstaltung ist es, mehr Bewusstsein und Aufklärung über LGBT (Lesbian, Gay, Bisexual, Transgender) und Vielfalt an der Hochschule zu schaffen und das Thema in den Medien zu beleuchten.

Die Bezeichnung „Queer“ [‚kwɪə(ɹ)] kommt dabei aus dem Englischen und steht für Personen, Dinge oder dergleichen, die von der Norm abweichen, ursprünglich meist mit einer negativen Konnotation. Wohingegen das Wort anfangs hauptsächlich als Beleidigung für Schwule verwendet wurde, steht es heute vermehrt für die Bewegung der LGBT Community und deren individuellen Mitglieder, sowie gleichfalls für angrenzenden Personengruppen außerhalb der Heteronormativität.

Klingt spannend? Damit ihr nichts verpasst, hier ein genauer Überblick:

Montag: Queer Slam

Der Startschuss der Queer Media Days fällt heute, 09. Mai 2016, mit dem Queer Slam um 20:00 Uhr im Raum 056. Mit dabei sind die Poetry SlammerInnen Artem Solotarov, Tomna, Sven Hensel, Julius Keinath und Kai Bosch, die alle kräftig Slam Erfahrung mitbringen und das Thema Queer auf ihre ganz eigene künstlerische Weise aufgreifen werden – humoristisch, nachdenklich oder mit viel verbalem Dampf.

Dienstag: Queer Media Images

Weiter geht es am Dienstag, 10. Mai 2016, mit den Queer Media Images, bei denen Referenten aus Politik und Medien zu Schlüsselthemen der Medienberichterstattung und der öffentlichen Darstellung des Themas Queers diskutieren und Impulse geben.

FDP Politiker Michael Kauch berichtet beispielsweise über sein Leben als schwuler Politiker und die öffentliche Diskussion um seine Rolle als schwuler Vater. Manuela Kay, Inhaberin der Special Media SDL GmbH und damit Herausgeberin zweier lesbischer Zeitschriften, wird hingegen erläutern, warum Lesben und Schwule eigene Medien gut brauchen können und warum diese sich nicht mehr von Heteros und Männern die Welt erklären lassen wollen. Ebenfalls dabei sind Falk Steinborn, Gründer des Vereins queerblick, sowie Alfonso Pantisano, Pressesprecher der Initiative ENOUGH is ENOUGH! OPEN YOUR MOUTH!, Deutschlands größte Initiative zur Unterstützung der weltweiten LGBT Community.

Moderiert wird das Event von Svenja Heber, Moderatorin am Institut für Moderation (imo) der HdM. Beginn ist um 10:00 Uhr in Raum 011.

Mittwoch: Filmrausch Spezial

Auch das Filmrausch Team der HdM beteiligt sich an den Queer Media Days mit einer Sondervorstellung passend zum Thema: The Imitation Game, von Morten Tyldum und mit Benedict Cumberbatch sowie Keira Knightley, wird am Mittwoch, 11. Mai 2016 um 19:30 in Raum 2U12 ausgestrahlt.

Donnerstag: #vollgay-Party

Am Donnerstag, 12. Mai 2016, gehen die Queer Media Days mit einer rauschenden Party von Pflichtvorlesung zu Ende, bei dem getreu des Mottos #vollgay im Romy S. abgetanzt werden darf. Einlass ist ab 22:30 Uhr, Eintritt 3 €.

Selbstverständlich kann auch die ganze Woche über zur Veranstaltung getwittert werden: Unter #vollgay könnt ihr diskutieren oder einfach eure konstruktive Meinung zum Thema loswerden.