Ausflug nach Washington

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Ein Ausflug von New York in die US-amerikanische Hauptstadt Washington gehört definitive in jedes Bildungsprogramm und so zog es auch mich in die nur 3 Stunden von New York City entfernte Metropole.

Mit dem Zug angekommen nächtigt man am günstigsten in einem der viele AirBnB-Wohnungen. Wir hatten einen ausgebauten Keller – okay, aber auch mit einigen Krabbeltieren. Man gewöhnt sich ja an alles…

Viele Gebäude hatte ich schon in diversen Serien gesehen. Im Trailer zu “House of Cards” sieht man eigentlich alle wichtigen Denkmäler und Monumente der Stadt. Dennoch ist es nochmal etwas ganz Anderes, wenn man dann direkt vor den teilweise wirklich riesigen Bauwerken steht.

Tag 1

Unsere Sightseeing-Tour startete an einem sonnigen und sehr warmen Samstag im Herzen der Stadt, der sogenannten “Mall”, der “Vorgarten der USA”. Der mehrere Kilometer lange Grünstreifen startet im Osten mit dem „Capitol Hill“, dem Regierungsgebäude der USA, in dem auch der Kongress tagt. Dahinter befindet sich die zweitgrößte Bibliothek der Welt mit mehr als 120 Millionen Büchern. Weiter westlich auf der Mall gelangten wir nach einem Abstecher zum Kaffeehändler unseres Vertrauens zu dem 169 Meter hohen Obelisken, dem Washington Monument. Seit vor zwei Jahren das Bauwerk während eines starken Erdbebens in Mitleidenschaft gezogen wurde, ist es leider nicht mehr möglich, die Spitze zu erklimmen.

Gleich hinter dem Washington Monument liegt das „World War II Memorial“, zum Andenken an die Opfer des Zweiten Weltkriegs. Ein paar Meter weiter beginnt der bekannte „Reflecting Pool“ an dessen Ende Präsident Lincoln thront und Dr. Martin Luther King seine berühmten Worte „I have a Dream“ aussprach.

Um den Reflecting Pool herum findet man das Koreakrieg-Denkmal und weiter östlich gelangt man zum „Tidal Basin“, einem großen Wasserbecken von Kirschbäumen gesäumt. Hier befinden sich die Denkmäler zu Ehren Präsident Roosevelts und das Jefferson Memorial.

Definitiv auch auf unserer Liste: das Weiße Haus, Lebensmittelpunkt von Präsident Obama und seiner Familie.

Gelegen in einem kleinen Park ist das Haus nicht so groß und imposant, wie ich angenommen hatte. Ich war regelrecht erstaunt, wie wenig Platz der Präsident doch für sich und seine Familie samt Hundertschaft an Sicherheitspersonal hat. Besonders gefallen hat mir der kleine Gemüsegarten, der liebevoll im Park des Weißen Hauses angelegt war.

Ebenfalls lohnenswert war der Gang zur Rückseite des Komplexes – dort kommt man nämlich bedeutend näher ran und konnte sogar den Eingang und die Wachmänner auf dem Dach beobachten.

Nach einem langen Tag ließen wir den Abend bei Tapas und Wein ausklingen.

Tag 2

Am nächsten Morgen ging es nach einem ausgiebigen Frühstück im „The Tabard Inn“ (absolut empfehlenswert, aber reservieren) mit dem Fahrrad nach Georgetown, dem schönsten Stadtteil Washingtons. Leider ist dieser nicht an das sonst sehr gut ausgebaute Metronetz angeschlossen.

In Georgetown kann man wunderbar durch die kleinen Gassen bummeln. Es gibt viele kleine Läden, Restaurants und Pubs. Auch lohnenswert ist ein Abstecher zum Campus der Georgtown University.

Mein Fazit

Fazit der zwei Tage in Washington: ich habe wahnsinnig viel gesehen und zahlreiche bleibende Eindrücke mitgenommen. Washington ist eine enorm abwechslungsreiche Stadt, die viel ruhiger und überschaubarer ist als New York City. Die Regierungsgebäude prägen das Bild der (Innen-)Stadt. In den Außenbezirken findet man aber die alten viktorianischen Häuser mit Veranda und Türmchen, die diese Gegend prägen. Ein lohnenswerter Trip!