Die alltäglichen Unterschiede

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Gut zu wissen…

Der beste Freund des Menschen

Während in Deutschland nur zwielichtige Gestalten Hunderassen wie Staffordshire Terrier oder Bullterrier halten, ist das in England total normal. Einerseits, weil es schlichtweg alte englische Rassen sind, andererseits, weil es ein Statussymbol ist, einen muskulösen Hund mit kräftigen Kiefern zu halten. Zugegebenermaßen ist es etwas befremdlich, eine alte Frau mit einem Kampfhund an der Leine zu sehen, aber solange diese Tiere nicht abgerichtet werden, sind es sehr liebe Familienhunde und werden zu Unrecht als aggressive Tölen verschrien. Es gibt also keinen Grund, schreiend wegzulaufen, es sei denn, man ist in einer dunklen Seitenstraße in einem heruntergekommenen Vorort gelandet.

Adamskostüm – nein danke!

Ein Satz, den ich hier schon oft gehört habe, ist: „Die Deutschen sind gerne nackt.“ Nun ja, dem hätte ich vor meinem Aufenthalt hier eher nicht zugestimmt, aber verglichen mit den Engländern ist dem wohl so (obwohl die Röcke hier meist so kurz sind, dass man die Unterwäsche sehen kann). Ein gutes Beispiel ist hier mein erster Besuch im Fitnessstudio meiner Mitbewohnerin. Dieses ist äußerst luxuriös mit riesigem Wellness-Bereich. Als mir gesagt wurde, dass der Saunabereich gemixt ist, habe ich beschlossen, ihn nicht zu besuchen, da ich aufgrund der Nähe zu meiner Arbeitsstelle nicht in eine peinliche Situation kommen wollte. Und das war auch gut so, denn was ich nicht wusste ist, dass hier JEDER mit Badebekleidung in die Sauna geht und ich wäre als einzige wie Gott mich schuf aufgelaufen… Glück gehabt!

Schlange an der Kasse

In sämtlichen Londoner Geschäften ist meist ziemlich viel los und häufig heißt es an der Kasse lange warten. Dabei gilt es eine Sache zu beachten: Egal, wie viele Kassen geöffnet sind, es gibt in der Regel nur eine Schlange, von der aus die Kunden zu den frei werdenden Kassen gerufen werden. Meine Unwissenheit hat beinahe zum Rauswurd aus einer H&M-Filiale in der City geführt, nachdem eine zweite Kasse geöffnet wurde und ich ganz nach deutscher Manier von hinten aus der Schlange an die neue Kasse gestürmt bin. Mein Glücksgefühl war aber nur von kurzer Dauer, denn ich bin sofort von einer äußerst aufgebrachten Verkäuferin in die Schranken gewiesen worden. Also, immer schön hinten anstellen und darauf warten, dass die nette Kasseneinweiserin ruft.