Weiter geht’s: Von der Uni in die Highlands – im Einklang mit der Natur!

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Ich melde mich zurück aus dem Land, welches mich mit seiner Einsamkeit im Norden und seiner Quirligkeit in den wenigen großen Städten in den Bann gezogen hat. Nach 1,5 Monaten habe ich mich gut eingelebt und an das raue Klima und die spröde Schöhnheit Schottlands gewöhnt. Nicht zuletzt durch Erkundigungen, die mich immer wieder in die Highlands führen, weiß ich jetzt, was den Reiz dieser Landschaft ausmacht.

Must-See – Fort William und Ben Nevis

Gemeinsam mit fünf weiteren Erasmus-Studenten und zwei Freundinnen von der HdM, die mich für eine Woche besucht haben, ging es letzte Woche zum Wandern nach Fort William – einem kleinen Ort inmitten der Highlands. Trotz heftigem Wind und kleinen Regenschauern haben wir uns unsere Wanderschuhe angezogen und die raue Landschaft unsicher gemacht. Highlight des Trips war die Wanderroute zum Ben Nevis. Für alle die es nicht wissen, der Ben Nevis ist mit einer Höhe von ca. 1340 Metern der höchste Berg Schottlands und Großbritanniens. Der Wanderweg verlangt zwar keine besonders erfahrenen Fähigkeiten im Klettern, dafür aber eine gute Kondition. Man startet etwa auf Meereshöhe und teilweise wird es ziemlich steil. Leider haben wir es „nur“ bis zur halben Höhe des Berges geschafft, weil der heftige Wind und der Schnee ein weiteres Aufsteigen verhinderten. Aber auch der halbe Weg hat sich sehr gelohnt. Der Ausblick auf die schroffen Felswände und die tiefen Schluchten war einfach traumhaft.

Die Nächte haben wir für 17 Pfund (ca. 20 EUR) in einem gemütlichen Hostel, Fort William Backpackers, verbracht. Hier haben wir jeden Abend in der Gemeinschaftsküche des Hostels international gekocht. Mit 3 verschiedenen Nationalitäten (deutsch, spanisch, tschechisch) am Herd konnten wir leckere Speisen zaubern. Anschließend haben wir in der kuscheligen Lounge mit offenem Kamin und toller Aussicht auf Fort William den Tag Revue passieren lassen.

Unileben – Vorbereitungskurse für die Masterarbeit

Jetzt aber ein paar Infos zu meinem Unileben. Inzwischen habe ich mich gut eingelebt und ich gewöhne mich immer mehr an den schottischen Dialekt der Professoren. Da ich bis zur Masterarbeit nur noch wenige ECTS brauche, lasse ich mir hier „nur“ zwei Kurse anrechnen:

– Marketing, Innovation, Creativity and Entrepreneurship
– Research Methods for Business and Management

Besonders interessant finde ich den Kurs „Research Methods“. Hier geht es darum, sich intensiv mit der Recherche für seine Masterarbeit zu beschäftigen und ein ausführliches Exposé zu entwerfen. Inhalt des Exposés soll zum Beispiel sein:

– Allgemeiner Überblick über die Thematik und die einschlägige Recherche
– Beschreibung des Recherche-Feldes und warum es sich lohnt in diesem zu forschen
– Beschreibung geeigneter Recherche-Methoden wie Primär- und Sekundärdaten, quantitative und qualitative Methoden (z.B. Experteninterviews)
– Aufführung relevanter Literatur
– Mögliche Einschränkungen (Limitierungen) der Recherche

Prüfungsleistung in diesem Kurs ist eine Einzelpräsentation über das Exposé sowie eine ca. 10-seitige schriftliche Ausarbeitung.

Für 5 ECTS ist der Aufwand sehr angemessen und eine perfekte Vorbereitung für meine Masterarbeit, die ich nach meinem Schottland-Aufenthalt beginnen werde.
In meinem nächsten Blogeintrag gibt es ein Interview mit dem Professor dieses Kurses. Auf jeden Fall interessant für alle, die sich bald an die Masterabeit machen.

Da sich die zwei Kurse auf nur einen Tag beschränken, besuche ich zusätzlich zwei weitere Kurse: „Strategic Management in an International Context“ und und „Business to Business Marketing“. Diese Module lasse ich mir allerdings nicht anrechnen, da ich ähnliche Kurse an der HdM bereits belegt habe (z.B. Strategisches Management bei Prof. Eichsteller). Es ist aber interessant zu sehen, wie sich die Kurse von der HdM unterscheiden und man lernt immer wieder etwas Neues. In „Strategic Management in an International Context“ bekommen wir zum Beispiel jede Woche eine Case Study über verschiedene britische Unternehmen. In Gruppenarbeiten sollen wir unter anderem überprüfen, welchen strategischen Herausforderungen das Unternehmen gegenübersteht, um sich international zu verbreiten. Mein Wissen aus dem Kurs „Strategisches Management“ an der HdM kann ich hier gut anwenden.

Das war es für heute.

Cheers!