Auslandssemester in Schweden

Michael Waltinger hat das Wintersemester 2008/09 an der Kungliga Tekniska Högskolan (KTH) in Stockholm, Schweden verbracht. Im Interview berichtet er von seinem siebenmonatigen Aufenthalt und einer ähnlich langen Vorbereitungszeit. Darüber hinaus zeit er Bilder von seinem Aufenthalt.

Wie lange warst du im Ausland?

7 Monate

Sprache des Landes

Schwedisch ist Amtssprache. So gut wie jeder Schwede kann perfekt Englisch. Deutlich höheres Level als in Deutschland.

Einschätzung deiner Sprachkenntniss vor Antritt deines Aufenthalts

Mein Englisch war sicher nicht schlecht, hat sich aber durch das Leben, Arbeiten und Studieren dort auf jeden Fall deutlich verbessert. Meine Schwedischkenntnisse waren trotz Vorkurs rudimentär, sind aber mittlerweile durch noch immer private Kontakte recht gut.

Wie bist du an den Platz gekommen?

Ich habe die Hochschulpartnerschaft in Stockholm privat in Zusammenarbeit mit der HdM (AAA) angeleiert, da diese eingeschlafen war (bestand früher mal). Also eine Mischung aus privat und HdM.

Wie lange vorher hast du angefangen zu planen?

Dadurch, dass ich viel mit Eigeninitiative wieder neu belebt habe, etwas mehr als ein Jahr. Jetzt, da die Kooperation besteht reichen aber organisatorisch bestimmt auch 3-6 Monate (ohne Sprachvorbereitungen).
Wo hast du dich informiert? Wie hast du dich vorbereitet?

Am Anfang wie gesagt an der Uni und deren Website direkt. Ich bin hingeflogen. Gegen Ende, als die Partnerschaft fix war, lief dann alles über das AAA.

Wie hoch waren die Lebenshaltungskosten?

Kann man so nicht genau aufgesplittet sagen. Hängt ja immer sehr stark vom Lebensstil des Einzelnen ab. Mache ich viel Party, wenn ja, wo? Teure Clubs oder Studikneipen? Reise ich viel oder bin ich nur in Stockholm usw.? Generell lässt sich aber sagen: Ausgeben (Essen gehen, Party machen, Getränkepreise) sind deutlich höher als in Deutschland und auch Lebensmittelpreise und Alkoholpreise sind höher. Die öffentlichen Verkehrsmittel gehen, da man ein Studiticket kaufen kann, wären ansonsten aber auch sehr teuer. Das einzige, was billig ist, ist Kleidung. Summa Summarum: etwa 1/4 bis 1/3 höhere Lebenshaltungskosten als in Deutschland.

Wie hast du den Aufenthalt finanziert?

Auslands-Bafög, Baden-Württemberg-Stipendium und Nebenjob (in einer Entertainment-Company).

Wo hast du gewohnt? Wie hast du deine Unterkunft gefunden?

Studentenwohnheim auf dem Main-Campus. Wird einem als ERASMUS-Student garantiert und automatisch von der Uni zugewiesen. Man hat allerdings keinen Einfluss auf die Wahl des Wohnheims. Die Qualität variiert.

Hast du ein Visum gebraucht?

Nein, da Schweden zur EU gehört.

War alles so, wie du es dir vorgestellt hast? Was war anders?

Das lässt sich nur äußerst schwer in wenige Zeilen fassen. Ich denke, es ist hinterher immer anders als man es sich vorher vorstellt. Die Kultur, das Klima und die Menschen sind anders. Das kann man kaum vorher antizipieren. Vom Studienablauf war es in etwa so wie erwartet.

Kontakt

Blog: http://hawaiiantropic.wordpress.com
E-Mail: Michael Waltinger