Ein Semester lang haben wir die Arbeit von nesola – nicht allein e.V. begleitet. Wir haben euch gezeigt, wer hinter dem Verein steckt sowie wer sich vor Ort um die Umsetzung der geplanten Projekte kümmert. Vor allem aber durften wir euch zumindest einen Teil der Menschen vorstellen, die von den Anstrengungen und dem Engagement des Vereins und seiner Mitglieder profitieren. Menschen, die in einem Land leben, das so weit entfernt zu sein scheint  und deren Geschichten wir euch hoffentlich ein bisschen näher bringen konnten.

 

Während wir den Verein begleiten durften, haben wir in jedem Fall eines gelernt: Wie zeitintensiv die Vereinsarbeit ist. Wie Josephine oft auch selbst während unserer Zusammenarbeit gesagt hat “ticken die Uhren in Ghana einfach anders”. Behördengänge dauern deutlich länger, auf verfügbare Handwerker wartet man schon einmal ein paar Wochen. Auch den von den HdM-Studenten geförderten Gesundheitskurs zu organisieren, hat für Josephine und Chris über mehrere Wochen Kommunikations- und Vermittlungsarbeit bedeutet. Das kann manchmal wirklich anstrengend werden, gerade wenn man, wie Josephine, den Verein noch neben dem eigentlichen Vollzeitjob stemmt. Doch neben dieser anstrengenden Seite der Vereinsarbeit, bekamen wir ebenso hautnah mit, dass sich die Mühen des Vereins bezahlt machen und wie dankbar die Menschen vor Ort für jede Unterstützung sind, die sie selbst als Gemeinschaft voranbringt.

Der zuletzt erschienene Beitrag zum Hortbau soll nun das letzte Mal gewesen sein, dass wir die Arbeit von nesola – nicht allein e.V. begleiten. Die für uns sehr spannende Reise mit dem Verein geht leider vorerst zu Ende.

 

Doch wie geht es weiter? War es das nun mit der Förderung seitens der HdM-Studenten? Nein, keinesfalls! Auch wenn die redaktionelle Begleitung von nesola – nicht allein e.V. mit diesem Beitrag endet, so wird der Verein weiterhin mit dem Geld der Masterstudenten des Jahrgangs 16/17 unterstützt werden – mindestens bis zum folgenden Wintersemester.

Und finanzielle Unterstützung kann die kleine Organisation auch zukünftig gut gebrauchen. Denn Josephine und Chris haben noch einiges vor, um die jeweiligen Dorfgemeinschaften in Ghana weiter in die Selbstständigkeit zu führen. Aktuell ist das Thema Energieversorgung in den Fokus gerückt. Denn ohne Strom haben die Dorfbewohner nicht einmal die Möglichkeit, sich nachts den Weg zur Toilette zu leuchten. Im ersten Schritt sollen deswegen tragbare Solarlampen für die Gemeinschaft angeschafft werden, längerfristig ist eine eigenständige Versorgung der jeweiligen Dörfer durch Solarenergie geplant. Zudem soll die Wasserversorgung soll durch den Bau von Brunnen weiter verbessert werden. Darüber hinaus steht ebenfalls der Ausbau einiger bereits bestehender Projekte wie bspw. das Lunch- oder Computer-Projekt zur Diskussion, um eine größere Anzahl an Kindern daran teilhaben zu lassen als bisher. Zwei Projekte, die bisher lediglich als zukunftsweisende Ideen existieren und in den nächsten Vereinssitzungen weiter besprochen bzw. im Detail geplant werden müssen, sind außerdem die Einrichtung eines Schulbusses, der den Kindern den oft fast einstündigen Fußmarsch ersparen soll sowie der Bau eines kleinen, eigenständigen Dorfladens, mit dem es nesola – nicht allein e.V. den Menschen eine Perspektive abseits der Feldarbeit schaffen möchte.  

 

Noch ist das alles Zukunftsmusik, hat nesola – nicht allein e.V. die finanziellen Mittel für die Umsetzung dieser Projekte noch nicht zusammen. Doch das schreckt die Vereinsmitglieder nicht ab – in kleinen Schritten arbeiten sie sich vor und setzen zeitnah das um, was möglich ist und am dringendsten benötigt wird. Mit der Durchführung des Gesundheitskurses wurde in jüngster Vergangenheit ein wichtiger Meilenstein für den Verein sowie die Menschen vor Ort erreicht und wir hoffen, dass wir mit unserer finanziellen Unterstützung dazu beitragen können, die gesetzten Ziele zu erreichen.

Falls euch die Arbeit von Josephine und Chris genauso sehr begeistert wie uns und ihr sie gerne unterstützen wollt, schaut auf der Website von nesola – nicht allein e.V. vorbei, dort findet ihr alle Spendeninformationen. Und wie bereits gesagt, jeder noch so kleine Beitrag hilft!

Wenn ihr gerne weiterhin verfolgen wollt, wie es mit den Projekten von nesola – nicht allein e.V. vorangeht, könnt ihr das auf der Facebook-Seite von nesola – nicht allein e.V. tun.

 

Akpe kakaka! Vielen Dank!

Anna Kalafatidis, Vanessa Köhler und Marlene Thara