„In Pursuit of (Virtual) Happiness? Mensch, Maschine, Virtuelle Realität”- unter diesem Titel wurde am 21. Juni IDEepolis 2017 & META 2016/17 von Institut für Digitale Ethik (IDE) an der Hochschule der Medien veranstaltet. Wie wird das Eintauchen in virtuelle Realität unser Handeln, Denken und Fühlen in der „wirklichen“ Realität beeinflussen? Brauchen wir einen ethischen Kodex für Virtual Reality? Wie muss man die smarten Systeme (Big Data) in unserem Auto steuern? Diese und viele anderen Fragen wurden im Rahmen der Tagung diskutiert.

 

Eintauchen in die Virtuelle Realität

Als Vorgeschmack zur Tagung hatten Alle die Möglichkeit, im GamesLab der Hochschule der Medien selbst virtuelle Welten mit Hilfe einer VR-Brille HTV Vive zu erleben. Es wurden die Gleitschirmsimulation „Sky Touch“ (von HdM-Studierenden entwickelt) und das Bogenschießen (Teil des Demo-Spiels „The Lab“) angeboten.

Spannende Vorträge und Diskussionen

Nach der offiziellen Begrüßung von Rektor der Hochschule der Medien Prof. Dr. Alexander W.Roos und Leiterin des Instituts für Digitale Ethik Prof. Dr. Petra Grimm übernahm Prof. Dr. Oliver Zöllner die Moderation der Veranstaltung. Die Referenten auf der Tagung haben aktuelle Trends und Ergebnisse zum Thema „Mensch, Maschine und Virtuelle Realität“ präsentiert und ein offenes Gespräch mit dem Publikum geführt.

Prof. Dr. Bernhard Debatin (Ohio University) hat die philosophische Frage „Die Maschine, des Menschen bester Freund?“ in seinem Vortrag erörtert. Dr. Michael Madary (Johannes-Gutenberg-Universität Mainz) hat ethische Fragen zu der Virtuellen Realität gestellt, sowie deren Risken genannt und Vorschläge unterbreitet, um diese zu vermeiden.  In seinem Vortrag berichtete Dr.Stephan de la Rosa (Max-Plank-Institut für biologische Kybernetik Tübingen) ob Virtuelle Realität eine wundervolle virtuelle Welt darstellt, oder eine reale Gefahr für die Menschen darstellt. Die Spannende Frage „Wer entscheidet für uns? Big Data, intelligente Systeme und kluges Handeln“ hat PD Dr. Jessica Heesen (Internationales Zentrum für Ethik in den Wissenschaften (IZEW), Eberhard Karls Universität Tübingen) diskutiert. Die Konstitution moralischer Betriebssysteme für selbstfahrende Autos erleuchtete Cristopher Koska M.A. (dimension 2 economics & philosophie consult, München) in seinem Vortrag.

Begrüßung durch Leiterin des IDE Prof. Dr. Petra Grimm.

Foto: Pauline Bonnke

Um detaillierter ins spannende Thema einzutauchen, hatten alle Anwesenden die Möglichkeit weitere Fragen in drei Foren: „Virtuelle Realität“, „Intelligente Systeme“ und „Autonomes Fahren“ in ungezwungener Atmosphäre mit den Forschern und Forscherinnen zu besprechen.

Forum „Virtuelle Realität“.

Foto: Pauline Bonnke

Im Anschluss ist zum 14. Mal die Verleihung des Medienethik-Awards META für die herausragenden journalistischen Beiträge zum Thema „Mensch-Maschine“ in den Kategorien Zeitungen und Radio erfolgt. Joachim Müller-Jung wurde für einen Beitrag in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (F.A.Z.) und Jennifer Rieger für ein Feature im Deutschlandfunk Kultur ausgezeichnet.

Jennifer Rieger (links) erhielt den META in der Kategorie Radio.

Foto: Pauline Bonnke

 

„Szenario 2040 – Virtuelle Realität“

Auf der Konferenz haben die Masterstudenten aus dem Wintersemester 2016/17 ihr Projekt „In Pursuit of Virtual Happiness? Eine Geschichte aus dem Jahr 2040“ vorgestellt. Das Szenario wurde im Rahmen der Lehrveranstaltung „Think Tank“ unter der Leitung von Prof. Dr. Petra Grimm und Prof. Dr. Michael Müller entwickelt. Studenten beschreiben, welche positiven Auswirkungen Virtuelle Realität auf unser Zukunft hat und welche Gefahren für Lernen, Arbeit und Beziehungen sich darin verbergen. Ein Film zum Thema ist unter folgendem Link zu finden.

Masterstudenten aus dem Wintersemester 2016/17

Mehr Informationen finden Sie auf der Webseite des Instituts für Digitale Ethik unter dem folgenden Links:

www.hdm-stuttgart.de/meta
www.hdm-stuttgart.de/digitale-ethik