Am 31. Mai 2017 hat an der Hochschule der Medien zum ersten Mal die „add Talent-Konferenz“ stattgefunden. Sowohl Studenten aus den Medienmaster Studiengängen, als auch aus dem Studiengang Werbung und Marktkommunikation haben das Event unter Betreuung von Prof. Dr. Andreas Beatzgen und Prof. Gabriele Kille auf die Beine gestellt. Zentrale Punkte auf der Agenda waren das Knüpfen von Kontakten für die Zukunft mit den Professionals aus Agenturen, Medienunternehmen und der Industrie sowie das Kennenlernen beruflicher Möglichkeiten.

Die Vorbereitungen zur „add“ haben schon vor langer Zeit begonnen, aber an dem wichtigsten Tag war das Herzklopfen besonders stark. Auch ich war an diesem Tag dabei und durfte in die Atmosphäre des Events reinschnuppern. Bereits am frühen Morgen war die Spannung auf dem Campus spürbar. Um den Tag besonders gut zu gestalten, haben sich viele Studenten an der Organisation beteiligt. Dahinter steckt eine grandiose Arbeit und diese hat sich sichtlich gelohnt!

Das Orgateam bei der Besprechung der Agenda des Tages. Foto: Kim Heck

Ab 9.00 bis 13.00 hatten Studenten die Möglichkeit an den spannenden Workshops von MetaDesign, Accenture und Thyssenkrupp teilzunehmen.

Rund um die Workshops. Foto: Kim Heck

Um 14:00 Uhr wurde die Konferenz offiziell von Prof. Dr. Alexander W.Roos, dem Rektor der Hochschule der Medien eröffnet. Er erläuterte, dass die Frage, wie Firmen in Kontakt mit jungen Leuten in die Zeiten der Digitalen Transformation kommen, sehr aktuell sei. Er wies auf die spannenden Themen wie Kreativität als Basis für Innovation, Free Lance, Work Life Balance, Weiterbildung hin. Und kündigte an, dass sich die Teilnehmer heute versammelt haben, um die Chance zu nutzen, diese Fragen mit den Professionalen zu klären.

Offizielle Eröffnung der Konferenz durch den Prof. Dr. Alexander W.Roos, Rektor der Hochschule der Medien. Foto: Kim Heck

Nach der offiziellen Begrüßung starteten die Präsentationen. Um eine bessere Interaktion zwischen Studenten und Referenten zu erreichen, konnte das Publikum auf der Webseite www.slido.com ihre Fragen hinterlassen. Die Atmosphäre der Konferenz wurde aufgelockert indem man sich bereits zu Beginn auf das „Du“ einigte. Nach dem Vortrag sind die Experten direkt auf die Fragen eingegangen.

Die ersten Vortragenden Anne-Sophie Pahl und Marlon Maas von youvo.org erzählten davon, wie junge Leute aus den Design-, Kommunikations- und Digitalbereichen ihre Talente sinnvoll und nachhaltig für Projekte einsetzen und damit die Welt verändern können.

Referenten von youvo.org. Foto: Kim Heck

Astrid Caetano aus der Werbeagentur Saatchi & Saatchi hat das Thema „Was die Generation X von den Millenials lernen kann“ angeschnitten. Die Fragen, warum man lebenslang lernen und „always on“ sein muss, sowie was neue Feedbackkultur ist und vieles mehr wurde aus der Perspektive der Generation X veranschaulicht.

Astrid Caetano, Saatchi & Saatchi. Foto: Kim Heck

Dass das Burnout und Gefahr von Überbelastungen mit dem kreativen Leben ganz oft verbunden sind, hat Dr. Frank Berzbach, der Autor & Publizist in seinem brandaktuellen Vortrag „Achtsamkeit: die Lösung für ein kreatives Leben?“ beleuchtet. Er zeigte auf, wie wichtig es ist, die Pause zu genießen, und wie sich mit Hilfe von Achtsamkeit eine kreative Blockade lösen lässt.

Moderatorin Celine im Gespräch mit dem Autor & Publizist Dr. Frank Berzbach. Foto: Kim Heck

Wie muss aktives Emotionsmanagement aussehen? Was kann man als Führungskraft tun, um positive Emotionen in die Interaktion zwischen Mitarbeitern und Kunden zu bringen? Warum helfen positive Emotionen soziale Kompetenz aufzubauen? Diese und viele weitere Fragen hat Dr. Nico Rose von Bertelsmann in seinem Vortrag „Wie kann sich Positive Psychology auf Unternehmenskultur und -leistungen auswirken?“ beantwortet.

Dr. Nico Rose, Bertelsmann. Foto: Kim Heck

Jochen Rädeker (Strichpunkt) hat die Trends und Anforderungen im Design für Markengestaltung der Zukunft in der Automobilindustrie in seinem Vortrag „The interface becomes the brand“ betont und den Studenten folgende Tipps gegeben: „Habt keine Angst vor Big Data und Digitalität! Seid offen für Neues! Denkt im globalen Maßstab und habt Spaß an der Arbeit!“.

Moderatorin Celine im Gespräch mit dem Jochen Rädeker, Strichpunkt. Foto: Kim Heck.

Den letzten Vortrag durfte Nikolai Bockholt, von Google, zum Thema „Sind Tekkies die neuen Kreativen?“ halten. Ziel seines Vortrages war uns zu zeigen, wie man mit Hilfe von Technologie Kommunikation besser und stärker machen kann. Die Beispiele aus der Praxis, die er mitgebracht hat, beweisen, wie die gelungene Gestaltung der Marken die Aufmerksamkeit steigern kann. Empfehlungen für die Zukunft: „Macht euer Hobby zum Beruf. Read and watch! Habt eine Vision! Do it! Talk about it!“.

Nikolai Bockholt, Google. Foto: Kim Heck.

Am Schluss der Konferenz haben Referenten die Frage beantwortet: „Wie sexy ist die Kreativbranche?“. 

Pamela Taylor (Bertelsmann). Bertelsmann ist ein Familienunternehmen. Die Unternehmenskultur ist bei uns besonders positiv, wir sind international und haben die Möglichkeit, Unternehmen in anderen Ländern zu besuchen und das macht Spaß.

Caroline Fritz (Strichpunkt). Wir haben viele Konkurrenten wie Google, Bertelsmann und natürlich große Unternehmen wie Audi und Mercedes, gerade was Digitales Design und Userinterface angeht. Die Junioren sind total wichtig für uns! Und wir merken ziemlich schnell, wer für uns gut passt. Die erste Frage bei dem Bewerbungsgespräch ist „Was man für persönliche Highlights im Leben hatte?“ Daraus ergibt sich viel: wie man agiert und welche Ziele man erreichen möchte!

Sabine Georg (Google). Google ist sehr rational und dynamisch, aber das Thema Kreativität und Kreation ist relativ neu für uns. Wir müssen die Agenturen trotzdem überzeugen, dass Google nicht nur eine Suchmaschine ist und Wert hat.

Anne-Sophie Pahl (youvo.org). Die Youvo-Projekte werden als Herzensprojekte bezeichnet. Dazu kommen die gesellschaftliche Verantwortung und die Frage, was ich davon zurückholen kann. Bei uns kann man etwas Sinnvolles tun. Unsere Zielgruppe sind die jungen Leute, für die die Freiheit absolut wichtig ist! Wir haben Potenzial und arbeiten daran, um uns weiter zu etablieren.

Interview mit den Vortragenden. Foto: Kim Heck

In Rahmen der Konferenz wurden wichtige Fragen beantwortet sowie Tipps und Tricks für die zukünftige Karriere gegeben. Auch konnten die Studenten die Chance nutzen, sich in der Pause bei Kaffee und Kuchen mit den Referenten in ungezwungener Atmosphäre auszutauschen und besser kennenzulernen. Für die Flexibilität wurden Briefkästen aufgestellt, in die jeder Studierende seine Visitenkarte einwerfen konnte. Für weitere Gespräche wurden alle zur Outdoor-Area mit Essen, Getränken und Musik eingeladen.

Teilnehmergruppe während der Konferenz. Foto: Kim Heck.