HdM Studenten räumen beim INCA Award ab!

Die beiden HdM Studenten Veljko Sekelj und Kai Aras wurden am 16. Dezember 2010 im belgischen Ghent mit Platz 2 und 3 des europäischen INCA Awards ausgezeichnet.

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Seit Herbst hatte die MFG, als bundesweite Kontaktstelle des INCA Awards (Innovative and Creative Application), junge Talente, einfallsreiche Entwickler und Programmierer sowie Gründer und Unternehmen der ITK-, Medien- und Kreativwirtschaft zur Teilnahme an diesem internationalen Wettbewerb aufgerufen. Anlässlich des Europäischen Jahres zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung hatte die MFG Baden-Württemberg gemeinsam mit europäischen Partnern bei diesem Wettbewerb hilfreiche IT- und Kreativ-Anwendungen gesucht, die sozial und körperlich beeinträchtigten Menschen das Leben erleichtern.

Als Mitglied in der internationalen Expertenjury des INCA Awards lobte Professor Harald Eichsteller bei der Verleihung im Rahmen der Future Internet Conference Week im belgischen Ghent die Vielfalt der Einreichungen: „Beim diesjährigen INCA Award haben Europas Talente gezeigt, was in ihnen steckt: Unter Zeitdruck sind beeindruckende digitale Arbeiten entstanden. Einerseits helfen diese sozial oder körperlich benachteiligten Menschen auf kreative Weise und ermöglichen ihnen damit eine volle und aktive Teilhabe an der Gesellschaft, andererseits wird das öffentliche Bewusstsein für die Ausgrenzungsproblematik sensibilisiert.“Unter den Preisträgern finden sich auch zwei Studenten der HdM. Der 32-jährige Masterstudent Veljko Sekelj  erreichte mit seiner Anwendung „Feedspeaker“ den zweiten Platz. Mit Hilfe dieses Tools können sich zum Beispiel blinde Menschen nur mit ihrer Stimme und der Leertaste auf ihrer Computertastatur durch die Nachrichtenwelt des Internets navigieren. Hierbei wird die Technik der Spracherkennung mit der semantischen Geokodierung in einem Mashup verknüpft und über den Webbrowser von überall auf der Welt kostenfrei zur Verfügung gestellt.

Der dritte Platz ging an den Informatikstudenten Kai Aras. Mit seiner sozialen Plattform „iCouldUse.net“ können Online-Nutzer mit ihrer realen Nachbarschaft in Kontakt treten, um sich gegenseitig zu unterstützen und Gefälligkeiten auf Non-Profit-Basis austauschen. Auf einer Art Umgebungskarte kann jeder selbst eintragen, wer beispielsweise Helfer für Gartenarbeiten sucht oder seine Unterstützung für Lebensmittelkäufe anbietet.

Die belgische Anwendung „Shoppy: The social shopping buddy“ konnte den Wettbewerb gewinnen.Über eine Webseite mit einer dazugehörigen iPhone-App werden freiwillige Helfer und Menschen in Not über das gesellschaftliche Ereignis „Einkaufen“ zusammengebracht.

Insgesamt wurden für 10 innovative Teams für ihre Ideen mit Preisgeldern in Höhe von 25.000 Euro bedacht. Dabei stellte sich Baden-Württemberg stark als kreativer Südwesten hervor. Zehn Einreichungen (von insgesamt 43 Entwicklungen aus 11 Ländern) stammen aus Deutschland – allein die Hälfte davon aus Baden-Württemberg. „Die zahlreichen Einreichungen zeigen das kreative Potenzial baden-württembergischer Nachwuchstalente. Das überaus erfolgreiche Abschneiden bekräftigt unser Vorhaben, einfallreichsreichen Entwicklern und Programmieren des Landes auch zukünftig den Zugang zu internationalen Wettbewerben zu ermöglichen“, so Klaus Haasis, Geschäftsführer der MFG Baden-Württemberg.

Wer sich die Anwendungen der Gewinner des INCA Awards näher betrachten möchte finden hierzu auf der Webseite  nähere Informationen. Eine Vorstellung der erfolgreichen Anwendungen sind ebenfalls als Videos abrufbar.